Das MINTON–BEYER DUO wirkt wie eine Studie zum Phänomen der Stimme mit zwei unterschiedlichen Instrumenten: der menschlichen Stimme und dem Daxophon.
Phil Minton ist als der vielleicht berühmteste und berüchtigtste Vokalkünstler der freien Improvisation bekannt für seine bemerkenswerten erweiterten Gesangstechniken, die das gesamte Spektrum des menschlich möglichen Ausdrucks umfassen: vom einfachen Atmen, übers Murmeln, Grummeln und Flüstern, bis hin zum Pfeifen, Rülpsen und Röcheln, Schreien und Stöhnen – von schrillen Höhen bis zu grummelnden Tiefen ist alles parat. Und all dies ist immer gepaart mit einer außergewöhnlichen, einzigartigen Präsenz und einem absolut ungefiltertem Ausdruck.
Auf dem Daxophon wiederum scheint die Nachahmung von Lauten und Sprachmustern menschlicher sowie auch tierischer Art in die Natur und den Charakter des Instruments hineingelegt worden zu sein. Im Vergleich zu anderen Instrumenten fällt es scheinbar sehr leicht Tierlaute und -stimmen, vom Vogelgesang bis zum Grunzen, Röhren, Krächzen, Brüllen, Quaken, Schnattern, Gurren und Zirpen verschiedenster Tierarten auf dem Daxophon zu imitieren. Dies alles ist von Kriton Beyer in artenübergreifender Kommunikation mit seinem Daxophon als Instrument gut erforscht.